Tätigkeitsbereiche

Forensische Schriftuntersuchung

Die forensische Schriftuntersuchung bzw. Schriftvergleichung, hat die Untersuchung von Handschriften aller Art zum Untersuchungsgegenstand. Dabei stehen die Prüfung ihrer Echtheit oder Unechtheit, sowie die Identifizierung des Schreibers im Mittelpunkt der Fragestellung. Letztlich dient die Schriftvergleichung ähnlich anderer kriminalistischer Disziplinen (wie z.B. der Daktyloskopie oder der DNA-Analyse) der Personenidentifizierung.

Auftraggeber

  • Gerichte
  • Staatsanwaltschaften
  • Unternehmen
  • Privatpersonen

Grundsätzlich stehe ich auch für Auftraggeber aus dem (deutschsprachigen) Ausland zur Verfügung. Sofern Deutsch nicht der Amtssprache entspricht, werden die Gutachten auf Wunsch in englischer Sprache zur Verfügung gestellt.

Untersuchungsgegenstand

Gegenstand forensischer Schriftuntersuchungen sind grundsätzlich alle handschriftlich verfassten Schreibleistungen. Darunter fallen u.a.:

  • Testamente, letzte Willenserklärungen
  • Verträge aller Art (z.B. Bürgschaften, Schuldanerkenntnisse, Miet- und Kaufverträge)
  • Quittungen
  • (anonyme) Schmäh- und Drohschriften
  • Autogramme und Autographen
  • Graffiti und sog. Tags
  • sonstige handschriftliche Aufzeichnungen
  • elektronisch gefertigte Schriften und Unterschriften

Physikalisch-technische Untersuchungen

Neben der Schreiber- bzw. Personenidentifizierung interessieren oft spezielle Fragestellungen die weniger mit der Handschrift, sondern vielmehr mit der eigentlichen Urkunde zu tun haben. Hierunter fallen u.a.:

  • Feststellung und Dokumentation von (technischen) Manipulationen
  • Feststellung der Herstellungstechniken
  • Feststellung nachträglicher Veränderungen
  • Klärung der Entstehungsreihenfolge einzelner Schreibleistungen
  • Prüfung der Datumsechtheit
  • Sichtbarmachung von uneingefärbten Schrifteindruckspuren
  • Differenzierung unterschiedlicher Schreibmittel
  • Zeitliche Einordnung von Schreibleistungen (relative Altersbestimmung)
  • Entzifferung von schwer lesbarer Handschrift (z.B. aufgrund Schreibstörungen nach einem Schlaganfall oder anderen Beeinträchtigungen)

Derartige Fragestellungen können mit einschlägigen, zerstörungsfrei arbeitenden physikalisch-technischen Verfahren untersucht werden. Hierzu stehen aktuell zur Verfügung:

  • Stereomikroskopie
  • optischen Untersuchungen mittels eines optischen Dokumentenprüfgerätes (VSC2000/HR) bei unterschiedlichen Bedingungen (Tageslicht, Infrarot, Ultraviolett)
  • Überprüfung auf uneingefärbte Druckrillen mit Hilfe eines Oberflächenprüfgerätes (ESDA)
  • Raman-Spektroskopie
  • Rasterelektronen-Mikroskopie (u.a. zur Untersuchung der Entstehungsreihenfolge von Strichkreuzungen)

Weitere Service-Leistungen

  • Plausibilitätsprüfungen bereits erstatteter Gutachten (Zweitbegutachtungen)
  • Erstellung von gerichtsverwertbaren Sachverständigengutachten in Straf- und Zivilsachen sowie für private Auftraggeber und Unternehmen
  • Fachvorträge und -Publikationen zu Themen der forensischen Schriftuntersuchung (bisherige Publikationen)
  • Forschungsprojekte (forensic Signalyzer App)
  • Beratung und Schulung im Umgang mit Dokumenten im Geschäftsumfeld zur Prävention von Fälschungen
  • Leitfaden für das Auffinden von Vergleichsmaterial für eine schriftvergleichende Untersuchung
  • Alle Sachverständigentätigkeiten folgen den „allgemeinen Anforderungen an Sachverständigenleistungen“ gemäß DIN EN 16775